Plakate

Plakate sind ein Werbemittel im Bereich der Außenwerbung-Out-of-Home Media, die sich in stationäre und mobile Medien gliedert. Eines steht aber fest: Trotz elektronischer Medien, trotz Internet, trotz der Flut der Zeitungen und Zeitschriften ist die Anziehungskraft der Plakate ungebrochen.
Sie sind eben ganz etwas anderes als eine Anzeige oder ein Mailing. Sie sind eine Werbewelt für sich.

Die Stärken der Plakate

Sie sollen in erster Linie prägnant sein. Sie kommen mit wenig Text aus. Ihre Botschaft ist das Bild. Plakate müssen schnell erfassbar, nicht überladen und trotzdem nicht langweilig sein. Sie sollten möglichst emotional sein. Nach Zielgruppen lassen sich Plakate – wenn überhaupt – nur ganz grob trennen. Klar, dass ein Bierplakat nicht nur Biertrinker, sondern auch Weinfreunde erreicht. In der Regel sind sie keine Einzelwerbemittel, sondern Bestandteil eines Kommunikationskonzeptes, u.a. als Erweiterung zur Onlinewerbung. Eine weitere Stärke des Plakates: Es hat eine längere Lebensdauer. Funk- und Fernsehspots „leben“ nur 20-30 Sekunden. Plakate leben länger. Der Regelsatz ist zehn Tage – eine sogenannte „Dekade“. In dieser Zeit, in einer recht langen Zeit also, können sie „arbeiten“.

Die Reichweite und Wirkung von Plakaten
Plakate sind in der Regel keine Einzelwerbemittel. Sie sind Bestandteil eines Kommunikationskonzeptes. Die Umsetzung der Plakat-Botschaft sollte möglichst kurz, bildhaft und plakativ sein.
Jeder Mensch kommt täglich mit ca. 2.000 bis 3.000 Werbebotschaften in Augenkontakt. Die zeitliche Wahrnehmung eines Plakates ist zwischen 0 und 2 Sekunden. Das ist sehr wenig Zeit im Vergleich zu Anzeigen in Zeitungen oder Zeitschriften.
Die Wahrnehmung hängt nicht nur von der Gestaltung, sondern auch vom sogenannten „G-Wert“ ab. Dieser gibt an, wie viele Passanten sich in einer Stunde an ein durchschnittlich aufmerksamkeitsstarkes Plakat erinnern können. Dieser Wert wird mithilfe zahlreicher Parameter errechnet. Diese sind u.a. Verkehrszählungen, Erinnerer-Anteile sowie zahlreiche Wahrnehmungsparameter wie Winkel zu den Verkehrsströmen, Sichtbehinderung, Beleuchtung, Häufung und Verkehrsanlagen. Nach dem G-Wert werden auch die Mietpreise für Anschlagtafeln festgelegt. Letzten Zählungen zufolge sind die Reichweiten für die drei wichtigsten Plakatarten wie folgt: Großflächen-Kampagnen bei einer Vollbelegung in Orten ab 20.000 Einwohner 85,2 Prozent; Ganzsäulen bei Vollbelegung 70,3 Prozent; City-Light-Poster bei Vollbelegung in einem Ort ab 20.000 Einwohner 67,6 Prozent; City-Light-Boards bzw. Mega-Light-Poster in Orten ab 100.000 Einwohner haben eine Reichweite von ca. 43,4 Prozent.

Die Zukunft der Plakate
Die Digitale Out-of-Home-Werbung löst das Plakat in seiner ursprünglichen Form immer mehr ab. Das Plakat zieht in anderen Formen die Aufmerksamkeit der Verkehrsteilnehmer und Passanten auf sich. Das sind u.a. Rolling Boards, City-Lights und die effektive Verkehrsmittelwerbung. Digitale Plakate – Digital Signage – übernehmen in Stadtzentren immer mehr die Aufgaben des Plakates in seiner Urform. Das ursprüngliche Plakat wird an die Stadtränder verdrängt. Videowände, Stand-Monitore Quer- oder Hochformat, Werbemonitor als Einbauversion, eBoard und eScreen, Infoterminals/Kioskterminals sind die neuen Formen. Die Steuerung der Digitalen Beschilderungen erfolgt über PC-Anlagen. Eine Kostenersparnis aufgrund der Vernetzung der einzelnen Anlagen ist gegeben.
Die Digitale Out-of-Home-Werbung ist Teil des Kommunikationskonzeptes.
Die Vorteile der Digitalen Out-of-Home-Werbung sind u.a.:
schnellwechselnde Werbebotschaften, Kostenersparnis durch Vernetzung, Programmflexibilität ohne Streuverluste, kommt direkt zur Zielgruppe.
Papier und Druckertinte werden zunehmend von Displays und digitalem Content übernommen. Eines ist gewiss: Das Plakat in seiner ursprünglichen Form aus Papier wird nicht aussterben.